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Netzwerk der Universitaeten

Im Netzwerk zwischen Institutionen der Lehre werden Strukturen in Deutschland, England und Frankreich erstmals schon für das grundständige Studium mehr als nur bilateral aufeinander abgestimmt. In den bisher bestehenden Programmen wurden entweder nur einseitig den Studierenden anderer Länder oder Universitäten Angebote unterbreitet oder sie betreffen nicht das grundständige Studium. Das war leichter möglich, denn im Postgraduiertenstudium gibt es ungleich weniger nationale Vorgaben und Beschränkungen. Umgekehrt jedoch setzt die Vernetzung erst spät an und schafft für Studierende die Möglichkeit des Austauschs erst nach mehreren Jahren und nur in einem recht kurzen Zeitfenster zwischen Studium und Beruf. Das Kernprogramm Europäischer Jurist, gebildet durch das Dreieck Berlin, London und Paris, bildet ein festes Netzwerk zwischen diesen drei Institutionen. Studieninhalte sind in intensiver, gut einjähriger Diskussion aufeinander abgestimmt worden, insbesondere auch mit dem Ziel, eine parallele Abdeckung des jeweiligen Spezialisierungsbereiches zu erreichen und einen dreifachen berufsqualifi zierenden Abschluss zu ermöglichen. Dieser Netzwerkskern soll noch für ein größeres Netzwerk von Spitzeninstitutionen geöffnet werden.

Das Programm soll in den Partnerländern in der Zukunft noch einer, allenfalls zwei weiteren Spitzeninstitution(en) geöffnet werden, im Vereinigten Königreich etwa der London School of Economics and Political Science (LSE) und der Oxford University. Vor allem jedoch sollen zum Netzwerk noch je eine, teils zwei Spitzeninstitutionen in weiteren Ländern hinzukommen, vorzugsweise in der Hauptstadt. Rom, Amsterdam, Leuven (Brüssel), Wien und Prag (Karls-Universität) haben bereits konkret Zustimmung signalisiert, Gespräche mit Warschau, Madrid, Barcelona und Utrecht laufen an. Drei oder vier weitere werden noch folgen. So erweitert wird das Netzwerk ca. 15 Spitzeninstitutionen in Europa umfassen (»European Law School Network«). Dies könnte das Programm des Europäischen Juristen auch für weitere Länder öffnen, beispielsweise indem Wiener oder auch Prager Studentinnen und Studenten – neben Berlinern – das vierte und fünfte Jahr in London und Paris studieren oder solche aus Rom oder Spanien in Berlin und London und Amsterdamer in Berlin und Paris. Länder außerhalb des Dreiecks würden also »auf das Ticket« eines der Partnerländer mit fahren.

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